Donnerstag, 9. Januar 2014

Auf den Spuren des Pilgermassentourismus

So toll unser Start ins Neujahr auch war: in den ersten Tagen in 2014 stellte sich bei uns schnell Ernuechterung ein. Waehrend einer von uns mit einer Erkaeltung bei 35 Grad Hitze zu tun hatte, muehte sich die andere Haelfte mit Magenproblemen ab.

Merke: Dinge, die wie traditioneller deutscher Sauerbraten schmecken, sind nicht zwangslaeufig vertrauenswuerdig...

Die Krankheiten abgeschuettelt, verschiffte uns die Faehre durch die Kerala Backwaters von Allepey nach Kottayam, von wo aus wir den Bus ins nahegelegene Kollam genommen haben.

 Ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug...

Blick auf die naheliegenden Dorfgemeinden

Im Hintergrund eine typische Anlegestelle

Nur eine Nacht in einem winzig kleinen Hotelzimmer ohne Fenster spaeter, fuehrte uns unser Weg in die suedlichste Spitze des indischen Subkontinents. Im Walfahrtsort Kanyakumari, auch Cape Comorin genannt, gibts nicht nur Fischerboote und Muschelverkaeufer en masse, sondern auch schaarenweise Pilger, die mit Bussen und Zuegen scheinbar stuendlich im sonst so beschaulichen Dorf ankommen. Und so faellt es uns schwer so wirklich in den surrealen Ort, an dem drei Meere aufeinandertreffen und die Sonne nicht untergeht, einzutauchen.

Tempelblick von unserem Balkon
So siehts am Tag aus...auch hier baden die Pilger wieder im heiligen Wasser.

Die vielen Pilger in Kanyakumari erinnern uns an die kaufwuetigen Deutschen zur Weihnachtszeit. Verkaufsstaende mit Kleidung, Schmuck, Essen, Spielzeug und Schnickschnack zieren die gesamte Uferpromenade. Worin besteht nochmal der Sinn des Pilgerns:-)???

Alles Shopoholics, diese Pilger...
Aber ansonsten hatten wir ne Menge Spass am Suedzipfel. Um uns in den 2 Tagen dort noch die Zeit zu vertreiben, haben wir uns noch eine Fischausstellung angeschaut. Gefuehlte drei Aquarien mit vielleicht 10 Fischen...Gut angelegte 20 Rupien! Da koennen die Sealife Parks einpacken:-).

Da freut sie sich: eine orangefarbene Kokusnuss:-)
In Kanyakumari verschwindet die Sonne nie im Wasser...irre.
Mit den Backpacks auf den Ruecken gings am naechsten Morgen also wieder zum Busbahnhof, von wo aus wir den 6 Stunden Einheimischenbus nach Madurai genommen haben. Wie in Kanyakumari erwarten uns auch hier viele Pilgerinnen und Pilger.

Ein paar Ketten fuer die Pilger...
Das Ziel jedes Maduraibesuchers ist der weltberuehmte Meenakshi Amman Tempel, der fuer die Suedinder genauso bedeutend ist, wie das Taj Mahal fuer die Nordinder. Obwohl das Taj von uns einen extra Blogeintrag bekommen hat, muss man fairerweise sagen, dass dieser Tempel auch einen eigenen Eintrag verdient haette. Da wir die letzten zwei Tage allerdings schlechte Reisende waren und uns nur wenig ueber die Stadt belesen haben, faellt unser Hintergrundwissen eher bescheiden aus. Wir koennen euch aber versichern, dass er neben seiner mit Sicherheit spannenden Geschichte auf jedenfall sehr schoen anzusehen ist!

O. Kahn: "Da ist das Ding"...
Die Detailverliebtheit ist einfach der Hammer...
Ansonsten unterscheidet sich Madurai mit immerhin 1,3 Millionen Einwohnern nicht sonderlich von anderen indischen Grossstaedten. Man hat eben Staedte, die einem recht sympathisch sind wie Madurai & hat man Staedte wie Ahmadebad (wir kommen immer noch nicht ueber diese Stadt hinweg...).

Na, in welcher indischen Grossstadt ist das???
Die Muttis bereiten das Essen zu.. lecker, lecker..

Suppe im Beutel: Take away:-)
Wir nochmal vor unserem Lieblingskaffeeladen

PS: Es regnet, es regnet, die Erde wird nass! Wie wir uns gefreut haben nach 50 Tagen mal milde Temperaturen und einen leichten Nieselregen auf unserer Haut zu spueren...Wir wissen, dass das jetzt viele von euch wahrscheinlich gar nicht lustig finden:-). Aber auch Hitze und anhaltender Sonnenschein koennen anstrengend sein.

Das wars schon wieder. See you later Aligator!

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