Mittwoch, 1. Januar 2014

Das kleine Portugal Goas und Candolim

Nachdem wir also wieder in Mandrem angekommen sind, starten wir mit vollem Elan in unsere Daytrips. Erster Stopp ist Panaji, auch Panjim genannt. Es ist die Hauptstadt des Bundesstaates Goa. Nach Ankunft sind wir schon das erste Mal erstaunt. Es ist ueberhaupt nicht chaotisch. Die Strassen sehen fast westlich aus und selbst die Motorrad- und Rollerfahrer tragen hier Helme! Es gibt sogar einige Muelleimer auf den Strassen und von Kuehen keine Spur! Rikshawfahrer oder Taxifahrer die uns irgenwo hinfahren wollen? Fehlanzeige...

Vom Busbahnhof gehts fuer uns direkt zur Hauptattraktion. Die dortige Kirche ist der Mittelpunkt der Stadt. Zu Recht. Strahlend weiss steht sie da und sieht einfach nur total huebsch aus :-)

Wunderschoen... 



Zu unserem Erstauenen ist die ganze Stadt samt Kirche irgendwie anders. Nach einigen Minuten daemmert es uns. Es sieht NICHT wirklich indisch aus! Panaji erinnert uns stark an portugiesische Kuestenstaedte (wie wir sie aus dem Fernsehen kennen....). Als wir am Eingang der Kirche stehen findet gerade ein Gottestdienst statt... und schon wieder sind wir irritiert: Gebetet wird auf portugiesisch! Verrueckt denken wir und unterhalten uns mit zwei Reisenden aus der Ukraine. Sie sind schon laenger in Panaji und wir gehen mit ihnen zusammen zum Hanuman Temple (doch was indisches hier :-) ). Der Weg dorthin fuehrt uns durch das portugisischste Viertel Sao Tome...und auch hier ist der Einfluss der ehemals portugiesischen Kolonie nach wie vor spuerbar. Portugiesische Shopnamen, Strassenschilder und kleine Omis, die sich auf (na ratet mal...) portugiesisch unterhalten.





Fuer uns ist der Trip in Panjim also echt eine nette Abwechslung.

Unser zweiter Ausflug ging nach Candolim. Da ja Mandrem einer der ruhigeren Orte in Goa sein soll, wollten wir uns natuerlich auch mal die Partyszene anschauen.Candolim ist der Ort an dem jedes Jahr auch die groesste Goa Party Indiens stattfindet. Also, was sollen wir sagen. Es ist sehr voll, hauptsaechlich weisse Gesichter (der Inder scheint hier verdraengt worden zu sein) und es wimmelt von russischen Neureichen. Es sind so viele, dass selbst die indischen Verkaufer (Kokosnussverkaufer, Klamottenverkaufer etc.) uns direkt auf russisch ansprechen. Da auch viele Kinder an den Verkaufsstaenden stehen, sprechen selbst die Kleinsten uns mit russischen Wortfetzen an. Gregors zwei Jahre Russisch-Intensivkurs lohnen sich auf einmal doch noch: Gebrochen und ohne jeden Sinn sagt er seinen Lieblingssatz: "Ich liebe es Rollschuh zu fahren". Die Inder verstehen ihn nicht :-)...

Als wir am Strand angekommen sind, muessen wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass man eigentlich gar nicht so viel vom Strand hat, denn er ist uebersaeht mit Sonnenliegen. Nach dem kurzen Gefuehl der Enttaeuschung (hier gibt es nicht mal Palmen am Strand) schnappen wir uns eine Liege und versuchen das Beste aus dem Tag zu machen. Die Leute hier sind alles andere als cool. Unvorteilhaft gekleidete Frauen, die sich trotz deutlich sichtbarem Sonnenbrand in die knalle Sonne legen. Gut, wer's mag.

Candolim Beach. Der Sand war aber super schoen :-)

Candolim Beach
Zweites, wirklich anstrengendes Problem sind die am Strand sitzenden (in Unterwaesche, denn die Mehrzahl der indischen Maenner kaufen sich keine Badebekleidung, Frauen stellen sich mit Sari ins Wasser) indischen Maenner, die jede Frau anstarren... Die Inder starren im Allgemeinen wirklich gerne, egal wo! Selbst direkter Blickkontakt stoert sie nicht und es wird nicht mit der Wimper gezuckt. Das ist schon ab und zu anstrengend. Doch im Bikini ist das ganze nur noch laestig. Manchen Frauen scheint das nichts auszumachen...Man sollte meinen, man ist an einem FFK-Strand an der Ostsee. Die Inder wissen schon, warum sie herkommen...

Da Candolim zudem unglaublich teuer ist (selbst fuer Obst wollen sie mehr als das Doppelte vom Normalpreis!) stellen wir uns an die naechste Bushaltestelle und fahren zurueck zu unserem Strand.

Die Weihnachtsfeiertage haben wir ganz in Mandrem verbracht. Mittlerweile zwar auch wesentlich voller als noch vor den Feiertagen, doch immer noch total entspannt. Nicht jede Strandliege (die es kostenlos gibt, in Candolim waren 100 Rupien pro Liege Pflicht) ist besetzt und die entspannte Cafe del Mar und Bob Marley Musik unserer Lieblingsbar entspannt zusaetzlich.

Gut. Goa ist jetzt abehakt und wir sind gespannt auf unseren naechsten Stop. Es geht in den Bundesstaat Karnataka, in die Stadt Mysore.

Bis bald..




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