Zurueck in Indien! Und wir muessen sagen, es fuehlt sich gut an. Am Abend des 30. Januars landen wir in Chennai und werden gleich wieder auf die Probe gestellt. Chennai: Das sind wieder mehr als 6 Millionen Einwohner in einer Stadt ohne Zentrum und besondere Attraktionen. Unsere ersten zwei Indienmonate machen sich bezahlt, denn wir sind die Ruhe selbst, lassen uns von keinem Rikshaw-Fahrer aus dem Konzept bringen und koennen endlich wieder das indische Essen geniessen. Halt: Das mit den Rikshaw-Fahrern war gelogen. Die Jungs sind hier wirklich eine Spezies fuer sich: Knallhart, auf Krawall gebuerstet und im Zweifel geht ihnen die englische Sprache aus. Naja, niemand ist perfekt, ne?!
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| Hotel Comfort, ja richtig... |
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| Chennais groesste Moschee direkt vor unserer "Haustuer" |
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| Aus dem Tuk Tuk heraus.... |
Nach zwei Tagen reicht es uns mit Chennai und wir nehmen den Zug nach Bubhaneswar, der Hauptstadt des untouristischen Bundesstaates Orissa. Unser Zug startet um 8:30 Uhr morgens. Um 5 Uhr morgens am naechsten Tag erreichen wir unser Ziel. Die Nacht war, hmm sagen wir mal, semi-optimal: Die Sleeperklasse war wieder gnadenlos ueberbucht, sodass wir auf unserer Dreierbank entspannt zu Fuenft gesessen haben. Viel Schlaf war da also nicht drin. Auch Bubhaneswar ueberzeugt uns nicht: Eine der dreckigsten Staedte, die wir bisher gesehen haben. Bilder ersparen wir Euch an dieser Stelle.
Hare Krishna, Hare, Hare, Hare....
Ereignisreicher war da schon unser Aufenthalt in einer der heiligsten Staedte Indiens - Puri. Der beschauliche Kuestenort is "the place to be" fuer Hindus, insbesondere der Hare Krishna. Ihr kennt die Moenche in ihren orangefarbenen Gewaendern auf dem Alexanderplatz, die pausenlos ihre Hare Krishna Mantras zum Besten geben, oder? Puri ist aber auch fuer uns ein recht entspannter Ort. Den Strand sollte man jedoch nicht allzu ausfuehrlich begehen, denn auch dieser wird als oeffentliche Toilette missbraucht und die Gerueche die einem dort entgegenkommen wollen wir gar nicht erst versuchen zu beschreiben!
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| Damit auch ja nichts passiert: Bay Watch!!! |
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| Hat da jemand Angst vor Kamelen? |
Einen der sogenannten Devotis haben wir dann auch persoenlich kennengelernt. Nicholas ist 33 Jahre alt und seit etwa 7 Jahren Hare Krishna. Nach seiner Karriere als professioneller Hanfzuechter in Californien und anderen "kleinen" Zwischenfaellen in seinem Leben, befolgt er nun die Lehren Krishnas. Mit einer Sekte hat er fuer uns wenig zu tun. Ein lustiger, wenngleich auch ausgeflippter Kerl, der uns nicht nur bei einem Abendessen den Sinn des Lebens erklaeren wollte. Gemeinsam mit Nick haben wir dann auch noch den Sonnentempel in Konark besucht. Unser Guide erklaerte uns den Tempel mehr als ausfuehrlich: Da die Ornamente des Tempels hauptsaechlich aus Kamasutra-Stellungen bestanden, begrenzte sich das Vokabular des Guides auf Woerter wie "licking; sticking; sucking; giving pleasure from the front and behind; groupsex; masturbating; sixtynine" und und und. Was haben wir gelacht :-).
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| Sonnenuntergang am Sonnentempel |
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| Wir und Hare Krishna Nick |
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| 1A Guide |
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| Der Tempel ist Abbild des gesamten Kamasutra... |
Fuer uns war das eine der besten Touren ueberhaupt... Der Weg zurueck war dann auch noch eine Nummer fuer sich. Da an diesem Tag ein Festival stattfand, waren die Strassen voll mit Pilgern, die Richtung Tempel und wieder zurueck stroemten. Fuer unsere Riskhaw war angeblich kein Durchkommen mehr, denn die Polizei liess sich trotz heisser Diskussionen nicht darauf ein, uns durchzulassen. Unser Rikshaw-Fahrer war leider auch nicht das schaerfste Messer im Messerblock, sodass unser Rueckweg statt 40 Minuten ganze 3 Stunden dauerte, denn wir mussten Umwege durch Doerfer nehmen (Asphalt war die Ausnahme) und die Dunkelheit wir dann auch noch angekommen...
Einen weiteren Tagestrip haben wir an den Chilikasee gemacht, die groesste Lagune Asiens. Der Staat Orissa bietet Touristen sehr guenstige Tagestouren an, weshalb wir auch bei diesem Ausflug auf einen Guide zurueckgreifen konnten. Der hatte eine Vorliebe fuer die Sportmarke "Nike". Das Logo auf seiner Guertelschnalle war noch als Nike zu erkennen. Aus dem Nike-N wurde ein M. "Mike" :-).
Gemeinsam mit "Mike" und drei indischen Urlaubspaaerchen bestaunten wir waehrend unserer Bootsfahrt Suesswasserdelfine.
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| Duerfen wir vorstellen: "Mike"...:-) |
Leider hielt der See ausser den Delfinen keine weiteren Highlights bereit. Das Boot hat noch am Klassik-Beach angelegt (der Strand, an dem der See ins Meer uebergeht). Ausser einem 4 km langen kargen Sandstrand war da so rein gar nichts. Der Trip war alles in allem dennoch ganz witzig, nicht zuletzt wegen Mike :-).
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| ...Chilika See... |
Heute Nacht geht die Reise weiter. Von Bubhaneswar gehts mit dem Overnight-Express nach Kolkata. Vorher treffen wir allerdings noch Alice und James. Es macht tatsaechlich immer Spass sich ueber die teilweise wirklich verwirrenden Gepflogenheiten der Inder auszutauschen.
In diesem Sinne: bleibt am Ball und schaut weiterhin auf unseren Blog.
Namaste werte Freunde
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