Sonntag, 22. Dezember 2013

Goa...

Wir sind schon irgendwie mit einem weinenden Auge nach Goa abgereist... Mumbai war einfach ein Highlight unserer bisherigen Reise. So schnell kommen wir wohl nicht mehr in diese Stadt. Gut, trotzdem sind wir gespannt, was uns in Goa erwartet (man hat ja schon viel darueber gehoert). Puenktlich wie die Maurer sind wir 7 Uhr frueh in unserem Zugabteil angekommen. Da wir Sleeper-Klasse gebucht haben (eine der guenstigsten Klassen, mit Gittern vor den Fenstern und ohne Einzelsitze), haben wir uns schon auf das "schlimmste" gefasst gemacht. Indische Grossfamilien, die uns Loecher in den Bauch fragen... Doch in Indien kommt es immer anders als man denkt. Ploetzlich sitzen uns also Alice und James aus England gegenueber. Wir verstehen uns sofort super und die knapp 9 Stunden lange Fahrt wird entspannt und interessant. Die beiden indischen Brueder die ihre Frauen zuhause gelassen haben, um in Goa feiern zu gehen, stoerten da nur wenig. Sprueche wie:" Wir moegen die Deutschen. Vor allem die Kultur. Ich habe viel ueber Hitler gelesen, guter Mann. Auch Stalin und Bismark", lassen uns mittlerweile kalt. An unserern Reaktionen merken die Inder dann ganz schnell, dass sie da was falsches gesagt haben. Wenn man jedoch versucht zu erklaeren, warum wir das so gar nicht gut finden, stoesst man auf Unerverstaendnis.. Naja, wie auch immer. Unsere Endstation war Pernem. Alice und James sind weiter nach Panaji. Mit Mandrem als Ziel sind wir mit einem Taxi von dem kaum als Bahnhof erkennbaren Ort ins 30 Kilometer entfernte Mandrem gefahren. Es soll einer der ruhigeren Orte in Goa sein. Nach dem Trubel der letzten Tage genau das, wonach wir suchen. RUHE! Und wir haben Glueck.

Nach 9 Stunden Zugfahrt erstes Zaehnepuzten im neuem zu Hause:-)
Unser Bungalow steht in einem Garten, voll mit Frangipani-Baeumen und Palmen. Alles ist unglaublich sauber und die Leute entspannt und nett. Unsere Dusche hat nur den Himmel als Dach und in den Haengematten laesst es sich hervorragend relaxen.Wir haben einen 3 Minuten Weg zum Strand, der uns ueber einen Fluss fuehrt. Der Weg ist super schoen und wir sind gluecklich. Das Meer ist ziemlich warm, trotzdem erfrischend und der staendige Geruch des frisch zubereiteten Seafood in der Luft, laesst Urlaubsstimmung aufkommen.
Bars und kleine Restaurants wie diese, gibts hier en masse...

Das uebliche Bild hinter den Bars:-)...

Der Strand fuert bis nach Arambol. Der Nachbarort ist nicht mehr so ruhig. Kuehe stehen auf dem Strand (wo Kuehe sind, ist auch deren...) und wir sind umgeben von mueden, dreadlockigen Gesichtern, die sich von der letzten Nacht erholen und auf die naechste Party warten...
Hassel the Hoff
...und schlafende Beachkuehe!

Auf Standby Modus sind auch einige Inder am Strand, die nur auf die Ohren des naechsten Touristen warten. Ja Ohren! Mit Wattestaebchen bewaffnet wollen sie dir klar machen, dass sie in deinem Ohr was ganz ekliges gesehen haben, um dann in Null Komma Nichts in deiner Ohrmuschel rumzuwuehlen. Nunja, wer es mag... Kippen und Muell auf dem Sandstrand gehoeren an diesem Strandabschnitt  dann noch genauso dazu, wie die unzaehligen angespuehlten kleinen Seesterne (ja, wir haben schon welche wieder lebend zueruck ins Wasser getragen :-) ). Fuer uns ist Arambol zum Mittagessen ok, danach sind wir aber froh, wieder nach Mandrem zu kommen.
Und sie sorgen fuer den frischen Fisch hier...

Goa ist der kleinste Staat Indiens mit nur 1,5 Millionen Einwohnern insgesamt. Das ist fuer indische Verhaeltnisse recht wenig und das merkt man auch. Goa ist fuer uns nicht Indien...

Da Goa jedoch einfach zu bereisen ist (unzaehlige lokale Busse, die fuer unglaublich wenig Geld in jeden Winkel des Bundesstaates fahren) und wir wissen wollen, was Goa noch alles versteckt, werden wir Weihnachten und die Feiertage dort verbringen. Es soll unser letzter Strandaufenthalt in Indien sein, daher nutzen wir das noch mal aus und erkunden die Kueste und die verschiedenen Straende...




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